Die Europäische Union hat eine Warnung an die Kandidatenländer des Blocks ausgesprochen, dass die Verherrlichung von Kriegsverbrechern im Beitrittsprozess unzulässig ist. Diese Position kommt zu einem Zeitpunkt, an dem in Serbien die Trauerzeremonien für Ratko Mladic stattfinden.
Ratko Mladic war ein serbisch-bosnischer Militärkommandant, der die serbischen Streitkräfte während des Krieges in Bosnien anführte. Der Internationale Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien verurteilte ihn 2011 wegen Genozid und Verbrechen gegen die Menschlichkeit, einschließlich des Massakers von Srebrenica, zu einer lebenslangen Haftstrafe.
Die serbischen Behörden beschlossen, ein Staatsbegräbnis für Mladic abzuhalten, was internationale Kritik hervorrief. Die Veranstaltung fand in Serbien statt, einem Land, das Kandidat für den Beitritt zur Europäischen Union ist.
Die EU hat damit eine klare Warnung an Serbien ausgesprochen, dass die Verehrung von Personen, die wegen Kriegsverbrechen verurteilt wurden, seinen Weg zur europäischen Integration gefährden kann.



