D. Delfim Gomes, Weihbischof von Braga, leitete am Sonntag die feierliche Eucharistie der Wallfahrt zu Nossa Senhora de Porto de Ave in der Gemeinde Taíde, im Kreis Póvoa de Lanhoso. Während der Feier rief der Prelat die Gläubigen auf, eine dauerhafte Haltung des Dienstes am Nächsten anzunehmen, und erklärte, dass „es immer noch einen weiteren Bruder gibt, den es zu lieben und aufzunehmen gilt" und dass „unsere Schuld der Liebe niemals beglichen ist".
Der katholische Würdenträger stellte die Jungfrau Maria als „Wächterin der Menschheit" vor, die über mehrere Generationen hinweg „Familien beschützt, Leiden begleitet, Hoffnungen gestützt und Versöhnungsgesten inspiriert hat". D. Delfim Gomes warnte davor, dass das Leben der Gemeinden wieder auf das Wesentliche ausgerichtet werden muss, und betonte, dass „der Christ derjenige ist, der wie Christus liebt – ohne Kalkül, ohne Gegenleistung, ohne Grenzen, ohne Maß".
Angesichts des von Pilgern gefüllten Heiligtums stellte der Weihbischof klar, dass „die wahre Frömmigkeit nicht in dem liegt, was wir ihr darbringen können, sondern in der Nächstenliebe, die wir zu leben und zu bezeugen fähig sind", und beschrieb Nossa Senhora als „die Brücke, die vereint, niemals die Mauer, die trennt".
Der Bürgermeister der Gemeinde Póvoa de Lanhoso, Frederico Castro, lobte das Fest, weil es „in ein historisches und religiöses Erbe eingebettet ist, das im gesamten Landkreis einzigartig ist". Der Pfarrer von Taíde, Pater Augusto Freitas Baptista, zog eine positive Bilanz der Feier und wies darauf hin, dass die spirituelle Dimension „sehr eindrucksvoll" war, und zwar während der neun Tage der Novene, in denen das Heiligtum voll wurde, um einer Predigt mit „sehr konkreten und sehr praktischen Beispielen des Alltags" zu lauschen.




