Clémence Guetté, Mitglied der französischen Nationalversammlung für die Partei La France Insoumise, veröffentlichte ein Buch, in dem sie die rechtliche Anerkennung von Freundschaft neben der Ehe, der eingetragenen Partnerschaft und familiären Bindungen vertritt. Das Werk mit dem Titel „Pour une politique de l'amitié" (Für eine Politik der Freundschaft) schlägt vor, dass Menschen Partnerschaftsabkommen schließen können, in denen sie sich gegenseitig zur Fürsorge verpflichten.
Die Autorin schlägt vor, dass Freundschaft die gleiche rechtliche Anerkennung erhalten sollte wie andere Formen von Union und Beziehungen, die bereits im französischen Rechtssystem existieren. Dieser Vorschlag zielt darauf ab, das Konzept von Familie und Partnerschaft zu erweitern, um tiefe Freundschaftsbindungen einzuschließen, die derzeit keinen rechtlichen Schutz oder keine rechtliche Anerkennung genießen.
Die französischen Medien haben das Werk äußerst kritisch aufgenommen. Die mediale Berichterstattung war dem Buch von Guetté nicht wohlgesonnen und hat Debatten und Fragen zur Machbarkeit und Notwendigkeit eines solchen Gesetzgebungsvorschlags ausgelöst.
Das Buch erscheint im Kontext einer breiteren Reflexion über Modelle menschlicher Beziehungen und die Rechte, die verschiedenen Arten von emotionalen und sozialen Bindungen in der zeitgenössischen französischen Gesellschaft zugeschrieben werden.




