Die Parteien PP (Partido Popular) und Vox haben erstmals gemeinsam die 50%-Marke bei den Wahlabsichten überschritten, laut einer Umfrage des Instituts 40dB für El País und Cadena Ser, die mitten im Kontext der Migrationskrise in Ceuta durchgeführt wurde. Diese Marke stellt einen historischen Meilenstein in der spanischen Politik dar und spiegelt die Auswirkungen der Situation in Ceuta auf die öffentliche Meinung wider.
Die Umfrage ergab, dass 90% der Spanier Marokko für den massenhaften Zustrom von Migranten in die spanische Stadt Ceuta verantwortlich machen. Diese einhellige Position der spanischen Bevölkerung zeigt das starke Gefühl der Verantwortungszuweisung gegenüber dem Nachbarland für die Art und Weise, wie es die Migrationskrise gehandhabt hat.
Darüber hinaus kritisierten 63% der Befragten die Reaktion der Regierung von Pedro Sánchez auf die Situation. Dieser signifikante Anteil an Missbilligung deutet darauf hin, dass das Krisenmanagement der Regierung einen wesentlichen Teil der spanischen Bürger nicht zufriedengestellt hat.
Die Krise in Ceuta, einem spanischen Territorium in Nordafrika, ereignete sich, als Marokko Tausenden von Migranten die Durchreise in die Enklave erlaubte, in einem Moment diplomatischer Spannungen zwischen den beiden Ländern. Diese Situation löste eine innenpolitische Krise in Spanien aus und stärkte die Position der Rechts- und Rechtsextremparteien in den Umfragen.



