Der Artikel analysiert, wie die Feier des brasilianischen Unabhängigkeitstages den schwarzen Kampf um Unabhängigkeit und Abschaffung der Sklaverei aus dem nationalen Gedächtnis löschte. Das Datum des 7. September 1822 ist geprägt von der von Dom Pedro I. proklamierten Unabhängigkeit, aber der Artikel argumentiert, dass diese offizielle Erzählung frühere Volksbewegungen ignoriert, die ebenfalls für die Befreiung kämpften.
Eine Volksbewegung forderte unter ihren Bannern das Ende der Monarchie und die Abschaffung der Sklaverei. Diese Bewegungen repräsentierten eine andere Vision von Unabhängigkeit, die direkt mit der Befreiung der versklavten schwarzen Bevölkerung in Brasilien verbunden war.
Die Anführer dieser Bewegungen wurden Jahrzehnte vor dem 7. September 1822 öffentlich hingerichtet. Ihre Tode stellten die Unterdrückung einer republikanischen und abolitionistischen Alternative dar, die den Verlauf der brasilianischen Geschichte hätte verändern können.
Der Artikel legt nahe, dass der Aufbau des Mythos der brasilianischen Unabhängigkeit die Erzählung der großen Persönlichkeiten bevorzugte und die schwarzen Volkskämpfe ignorierte, was ein unvollständiges historisches Gedächtnis schuf, das bis heute fortbesteht.




