Die Europäische Union steht vor einem institutionellen Widerspruch, der ihre Handlungsfähigkeit auf der Weltbühne einschränkt: die Einstimmigkeitsregel in der Außenpolitik. Dieses Erfordernis der Einigung zwischen allen Mitgliedstaaten schafft eine kollektive Verwundbarkeit in einer Welt, in der Geschwindigkeit und Reaktionsfähigkeit für den diplomatischen Erfolg zunehmend entscheidend sind.
Kürzlich haben 11 Länder der Europäischen Union eine Initiative vorangetrieben, die darauf abzielt, den obstruktiven Einsatz von Vetos durch einige Mitgliedstaaten zu bekämpfen. Dieser Vorschlag hat die Debatte über die Notwendigkeit einer Reform der Entscheidungsmechanismen der EU in der Außenpolitik wiederbelebt.
Portugal, das historisch als eines der integrationsfreundlichsten Länder der Union gilt, scheint mit einer Position übereinzustimmen, die der Artikel als verfehlt betrachtet. Der Analyse zufolge befände sich das Land auf der falschen Seite der Geschichte in dieser Frage, was einen Bruch mit seiner Tradition der Unterstützung der europäischen Integration darstellt. Diese Situation stellt die Rolle in Frage, die Portugal bei der Schaffung einer effektiveren und kohärenteren EU spielen sollte.




