Der Zuckerpreis stieg im August um 21% und verzeichnete damit die höchste monatliche Wertsteigerung seit Oktober 2010, als er um 24% zunahm, wie die CNBC berichtete. Dieser Anstieg spiegelte sich auch im Nahrungsmittelpreisindex der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) wider.
Der Preisanstieg spiegelt die Erwartungen einer geringeren Erträge von Zuckerrüben in der Europäischen Union wider, ungünstige Wetterbedingungen, Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen von El Niño auf die Produktionsaussichten in wichtigen Erzeugerländern Asiens, eine geringere Zuckerproduktion in Brasilien sowie die Ankündigung Indiens, rohen Zucker zollfrei zu importieren.
William Osnato, Direktor für Rohstoffforschung und -analyse bei Barchart, gegenüber der CNBC äußerte, dass der Anstieg eine Verschiebung der Erwartungen hinsichtlich des globalen Angebots widerspiegelt, wobei die Schäden an der europäischen Zuckerrübenernte zu den Faktoren gehörten, die am meisten zu dieser Wertsteigerung beitrugen.
Die Europäische Kommission prognostiziert einen Rückgang der Zuckerproduktion um 19% auf 13,4 Millionen Tonnen im Handelsjahr 2026/27, gegenüber 16,6 Millionen Tonnen im Jahr 2025/26. Die Citi erwartet ein weltweites Defizit von 1,3 Millionen Tonnen, während die Green Pool Commodity Specialists ein Defizit von 3,2 Millionen Tonnen vorhersagen. Das Klimaphänomen El Niño ist ein weiterer Faktor, der den Druck auf den Zuckerpreis verstärken kann.




