Das US-Gericht hat 19 Fälle von Zwangsernährung von Migranten autorisiert, die als Protest gegen die Inhaftierung durch den Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) in Hungerstreik getreten sind. Die Migranten führen die Proteste als Form der Forderung nach besseren Haftbedingungen durch.
Der jüngste Fall betrifft einen kubanischen Staatsbürger, der im ICE-Verarbeitungszentrum in Montgomery, Texas, festgehalten wird. Diese Einrichtung wird vom privaten Unternehmen GEO Group verwaltet, das verschiedene Migranteninhaftierungszentren in den Vereinigten Staaten betreibt.
Einem Bericht der britischen Zeitung The Guardian zufolge hat ein Gericht eine nicht einvernehmliche Intervention zur Ernährung der Migranten genehmigt. Die Zwangsernährung ist eine umstrittene Maßnahme, die Fragen zu den Rechten der Inhaftierten und den Behandlungspraktiken in Haftzentren aufwirft.
Das ICE und die GEO Group haben sich bislang nicht öffentlich zu dem spezifischen Fall des kubanischen Staatsbürgers oder zu den gerichtlichen Genehmigungen der Zwangsernährung geäußert. Die Situation entfacht die Debatte über die Bedingungen in Migranteninhaftierungszentren in den Vereinigten Staaten und die Methoden zur Handhabung von Protesten der Inhaftierten erneut.



