Die Ko-Vorsitzende der rechtsextremen Partei Alternative für Deutschland (AfD), Alice Weidel, feierte am Sonntag, den 6. September, das "historische" Ergebnis bei den Regionalwahlen in Sachsen-Anhalt, das auf etwa 44% geschätzt wird, und bezeichnete es als "klaren Regierungsauftrag". Ulrich Siegmund, der Regionalvorsitzende der AfD, wiederholte dieses Argument und kündigte an, alle politischen Parteien kontaktieren zu wollen, um Veränderungen umzusetzen, versicherte jedoch, dass die Partei bei ihren Werten keine Kompromisse eingehen werde, um an die Macht zu gelangen.
Den Hochrechnungen der öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF zufolge errang die AfD zwischen 39 und 41 Sitze im Regionalparlament, unter den für eine absolute Mehrheit erforderlichen 42 Sitzen. Sollte die AfD eine Regierung bilden können, wäre dieses ostdeutsche Bundesland die erste Region, die seit dem Zweiten Weltkrieg von dieser Partei regiert wird. Allerdings lehnen alle anderen Parteien jede Zusammenarbeit mit der AfD ab und wenden den sogenannten "Gesundheitskordon" an.
Hinter der AfD landete die konservative Christlich-Demokratische Union (CDU) mit 18,5% der Stimmen, gefolgt von der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD), Die Linke und die Grünen mit jeweils etwa 9%. Die linkspopulistische Bewegung BSW erreichte die 5%-Hürde für den Einzug ins Parlament, während die Liberalen der FDP mit nur 2 bis 3% ausschieden.
Dies ist nicht das erste Mal, dass die AfD Landtagswahlen gewinnt. Bereits im September 2024 lag sie in Thüringen mit etwa 30,5% der Stimmen vorne, übernahm dort jedoch nicht die Macht, da keine politische Kraft bereit war, Koalitionen zu bilden. Die Wahlbeteiligung bei den Wahlen in Sachsen-Anhalt erreichte 80%, was deutlich über den 60,3




