Die rechtsextreme Partei Alternative für Deutschland (AfD) hat die Wahlen im Bundesland Sachsen-Anhalt in Ostdeutschland, die am 6. September stattfanden, laut Projektionen der öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF gewonnen. Die Partei erzielte zwischen 44 % und 44,5 % der Stimmen und wurde damit die stärkste Kraft im ehemaligen Staat der Deutschen Demokratischen Republik (DDR).
Die AfD könnte jedoch noch warten müssen, um die Region zu regieren, da die Partei trotz dieses Ergebnisses voraussichtlich 39 Sitze im Regionalparlament gewinnen wird, aber 42 Stimmen für eine absolute Mehrheit erforderlich wären – ein beispielloses Ergebnis für eine rechtsextreme Partei in Deutschland.
Die CDU-Partei des konservativen Bundeskanzlers Friedrich Merz erreichte 18,5 % der Stimmen und belegte den zweiten Platz. Die Ergebnisse der übrigen Parteien umfassen Die Linke mit 9,5 %, die Grünen mit 9,0 %, die SPD mit 8,0 % und die linkspopulistische Partei BSW mit 5 %, genau an der Mindestgrenze für den Einzug ins Landesparlament.
Die liberale Partei FDP wird voraussichtlich nicht ins Landesparlament einziehen, da sie nur 2,0 % der Stimmen erhielt. Die Projektionen wurden vom Meinungsforschungsinstitut Infratest Dimap und dem öffentlichen Fernsehsender ARD zitiert.




