Am Samstag, dem 5. September, wurde in Granada Avtrex vorgestellt, eine neue globale und frei zugängliche Datenbank, die geschaffen wurde, um zu bestimmen, wie viele Vogelarten durch menschliche Aktivität ausgestorben sind und welchen Einfluss diese Verluste auf die Biodiversität haben. Das Tool wurde während des 27. Spanischen Ornithologiekongresses – 8. Iberischen Kongresses enthüllt, der mehr als 400 Forscher aus Portugal und Spanien zusammenbringt.
Das internationale wissenschaftliche Projekt wird mit Beteiligung des Zentrums für Biodiversitäts- und genetische Ressourcenforschung (CIBIO-InBIO) der Universität Porto und der Fakultät für Agrar- und Umweltwissenschaften der Universität der Azoren sowie weiterer Institutionen durchgeführt. Die Datenbank wurde von Forscher Ferran Sayol Altarriba von der Universität Vic – Zentralkataloniens vorgestellt, der vertrat, dass die offiziellen Statistiken, wie die Rote Liste der bedrohten Arten der Internationalen Union für die Erhaltung der Natur, unzureichend sind, um zu ermitteln, wie viele Arten aufgrund menschlicher Aktivität verschwunden sind.
Die Avtrex vereint Informationen über die ökologischen und morphologischen Merkmale der ausgestorbenen Vögel seit dem Oberen Pleistozaen und kombiniert in der wissenschaftlichen Literatur veröffentlichte Studien mit Daten aus naturhistorischen Sammlungen. Der wissenschaftliche Artikel, der das Projekt vorstellte, mit dem Titel "The global loss of avian functional and phylogenetic diversity from anthropogenic extinctions" (Der globale Verlust der funktionellen und phylogenetischen Diversität der Vögel durch anthropogene Aussterbeereignisse), wurde im Oktober 2024 in der Zeitschrift Global Ecology and Biogeography veröffentlicht und zählte die Beteiligung von Filipa Coutinho Soares, Forscherin am CIBIO-InBIO, unter weiteren 20 Forschern.
Die Ergebnisse zeigen, dass die durch menschliche Aktivität verursachten Aussterbeereignisse die Arten nicht zufällig betrafen, sondern sich hauptsächlich auf die Inseln konzentrierten und flugunfähige Arten mit größerer Intensität heimsuchten. Die Forschung kommt außerdem zu dem Schluss, dass die vom Menschen eingeführten Arten die verlorene Diversität nicht ausgleichen und stattdessen dazu beitragen, die Inselgemeinschaften einander ähnlicher zu machen.




