Der ehemalige Gouverneur von Rio de Janeiro, Sérgio Cabral, wurde verurteilt, eine Million Real wegen kollektiven moralischen Schadens für die Privilegien zu zahlen, die er während seiner Haftzeit erhielt. Die Entscheidung wurde von der 4. Kammer für öffentliches Recht des Obersten Gerichtshofs von Rio de Janeiro getroffen, die die Praxis der administrativen Unredlichkeit anerkannte.
Laut den Richtern handelte es sich nicht nur um Versäumnisse im Betrieb des Strafvollzugssystems, sondern um eine speziell zum Nutzen von Cabral während seiner Haftzeit aufgebaute Struktur. Zu den identifizierten Privilegien gehörten ein 65-Zoll-Fernseher mit Heimkino, eine von den anderen Gefangenen abweichende Matratze, Krafttrainingsgeräte, Elektrogeräte und verbotene Lebensmittel innerhalb des Strafvollzugssystems.
In Benfica, in der Nordzone von Rio, wurde sogar ein Raum für Filmvorführungen eingerichtet. Die Untersuchung ergab, dass eine Schenkungsurkunde verwendet wurde, um die Anwesenheit der Geräte zu rechtfertigen. Der Text erwähnt außerdem, dass eine religiöse Einrichtung als Teil dieses Rechtfertigungsversuchs angegeben wurde, obwohl die Information im Artikel unvollständig ist.




