Die Wähler in Sachsen-Anhalt könnten am Sonntag einem rechtsextremen Partei zum Sieg verhelfen. Wenn die Alternative für Deutschland (AfD) die absolute Mehrheit der Sitze erringt, würde sie in die Geschichte eingehen als erste rechtsextreme Partei, die seit 1945 ein deutsches Bundesland regiert.
Laut der Beauftragten der Bundesregierung für Ostdeutschland, Elisabeth Kaiser, erklärt sich diese Realität durch die fortdauernden Spaltungen im Vergleich zum Westen, fast 40 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung. Die Frage betrifft das Phänomen der „Ostalgie", einer Nostalgie für das frühere Ostdeutschland, aber sie beschränkt sich nicht nur darauf.
Die politische Identität der ehemaligen ostdeutschen Regionen prägt weiterhin tiefgreifend das Wahlverhalten der Bevölkerung und schafft ein günstiges Umfeld für den Aufstieg radikaler Parteien in der Region.




