Paula Pimentel, Präsidentin des Vorstands der Vereinigung der IPSS des Bezirks Bragança und Vizepräsidentin der Stiftung Betânia, verfasste einen Meinungsartikel über die Betreuung älterer Menschen. In dem Text betont sie, dass Altenheime mit einer zunehmend anspruchsvollen Realität konfrontiert sind und dass die Betreuung einer älteren Person, insbesondere wenn diese sich in einer Situation der Fragilität, Abhängigkeit oder Verwundbarkeit befindet, eine enorme menschliche, technische und emotionale Verantwortung erfordert.
Die Autorin vertritt die Ansicht, dass die Familie weiterhin präsent, nah und in das Leben des älteren Familienmitglieds eingebunden bleiben sollte, und betont, dass das Wohlbefinden und die Lebensqualität der älteren Person nicht die ausschließliche Verantwortung der Einrichtung sein können. Paula Pimentel ist der Meinung, dass es weder fair noch angemessen ist, die Verantwortung für den älteren Menschen vollständig auf das Pflegeheim zu übertragen und gleichzeitig die Fachkräfte zum Ziel von Kritik zu machen, sobald eine Schwierigkeit auftritt.
Der Artikel appelliert an eine echte Partnerschaftsbeziehung zwischen der Familie und dem Pflegeheim, die auf Respekt, Vertrauen, Kommunikation und gegenseitigem Verständnis für die Schwierigkeiten basiert. Die Autorin vertritt die Ansicht, dass Fachkräfte der Altenpflege nicht zu Unrecht beschuldigt oder kritisiert werden sollten, ohne dass die Realität der erbrachten Pflegeleistungen und die Komplexität jeder Situation bekannt sind, obwohl sie anerkennt, dass eventuelle Fehler analysiert und korrigiert werden müssen.
Paula Pimentel schließt mit der Feststellung, dass die ältere Person immer im Mittelpunkt stehen sollte und dass Familie, Einrichtung und Fachkräfte in die gleiche Richtung gehen müssen. Sie betont, dass die Betreuung von Menschen in einer fragilen Situation Kompetenz, Sorgfalt, Ausbildung, Geduld, Empathie und Respekt gegenüber denjenigen erfordert, die täglich an der Seite derer stehen, die am meisten darauf angewiesen sind.




