Natalia Timerman, Psychiaterin und eine der gefeiertsten zeitgenössischen brasilianischen Autorinnen, hat im Alter von 45 Jahren ihr neuestes Buch "Antes que apague" bei Companhia das Letras veröffentlicht. Das Werk zeigt eine Erzählerin, die sich der Herausforderung stellt, mit der Alzheimer-Krankheit ihrer eigenen Mutter Alice zu leben, und dem daraus resultierenden Verlöschen ihrer Erinnerungen. Mit sechs veröffentlichten Büchern führt Natalia auch eine Praxis in São Paulo, wo sie als Psychiaterin Patienten behandelt, schwimmt, Kinder hat und einen Partner.
Natalias Beziehung zum Schreiben wird von ihr als "ein Fluch" beschrieben, da sie nach eigener Aussage nicht aufhören kann es auszuüben, aber dies sie von den Menschen entfernt, die sie liebt, und ihren Alltag durcheinanderbringt. Sie sagt, dass sie sich in der Literatur am meisten "ich" fühlt, auch wenn sie anerkennt, dass die von ihr geschriebenen Geschichten in dichte Themen eintauchen, die manchmal mit persönlichen Erfahrungen verbunden sind.
Nach der Veröffentlichung von "As pequenas chances" (Todavia, 2023), das auf der Trauer um ihren Vater basiert, stellt sich Natalia nun einem weiteren schmerzhaften Thema, indem sie die Alzheimer-Krankheit ihrer Mutter in ihrem neuen Buch abordiert. Die Autorin erkennt an, dass "Antes que apague" ein Buch ist, das mit großer Angst gemacht wurde, und vertieft sich in familiäre Fragen und den fortschreitenden Gedächtnisverlust, dem ihre Figur und möglicherweise auch ihre eigene Familie gegenübersteht.




