Der Journalist Carlos Dada, einer der Gründer des Mediums El Faro, musste El Salvador verlassen, nachdem er mutmaßliche Verbindungen der salvadorianischen Regierung mit Kriminellen untersucht hatte. Die Entscheidung, das Land zu verlassen, wurde angesichts politischer Entwicklungen getroffen, die die Ausübung der Pressefreiheit mit seiner körperlichen Sicherheit unvereinbar machten.
El Faro verlegte seine Redaktionsräume aus San Salvador angesichts der zunehmenden Machtkonzentration in den Händen von Präsident Nayib Bukele. Das Nachrichtenmedium beschloss, seine Aktivitäten ins Ausland zu verlegen, was ein Spiegelbild der Atmosphäre der Unterdrückung der Presse ist, die sich in der mittelamerikanischen Nation breitgemacht hat.
Bukele wird vonseiten des Weißen Hauses und der lateinamerikanischen Rechten für sein Modell der öffentlichen Sicherheit verehrt, das die Kriminalitätsrate in El Salvador erheblich senken konnte. Diese Reduzierung der Gewalt ging jedoch auf Kosten der Missachtung grundlegender Garantien des demokratischen Rechtsstaats, so die Kritiker.
Die Situation verdeutlicht den Konflikt zwischen den konkreten Ergebnissen im Bereich der Sicherheit und den grundlegenden Freiheiten im Land. Die Anschuldigung, dass Bukele „entscheidet, wer Verbrecher ist", fasst die Bedenken hinsichtlich der autoritären Machtausübung zusammen, bei der der Kampf gegen die Kriminalität über verfassungsmäßige Garantien und demokratische Rechte gestellt wird.




