Über hundert Organisationen der venezolanischen Diaspora haben am Samstag einen Aufruf an die Regierung Venezuelas und die Opposition gerichtet, die fast 7,8 Millionen im Ausland lebenden Venezolaner in den Dialog über einen demokratischen Übergang im Land einzubeziehen. Die Forderung wurde von diesen Organisationen formalisiert, die die in der Welt verstreuten venezolanischen Migranten vertreten.
Die venezolanische Diaspora, die etwa einem Viertel der Gesamtbevölkerung des Landes entspricht, hat sich darum bemüht, in den politischen Verhandlungen repräsentiert zu werden, die zu einem Regimewechsel in Venezuela führen könnten. Die Organisatoren des Appells argumentieren, dass die Migranten direkt von der politischen und wirtschaftlichen Situation in Venezuela betroffen sind und deshalb in den Diskussionen über die Zukunft des Landes eine Stimme haben müssen.
Dieser Appell erfolgt vor dem Hintergrund von Dialogversuchen zwischen der Regierung von Nicolás Maduro und der venezolanischen Opposition, um eine Lösung für die seit Jahren andauernde politische Krise zu finden. Die Einbeziehung der Emigranten in die Gespräche stellt eine zusätzliche Herausforderung für die Verhandlungen dar, angesichts der Schwierigkeit, die Interessen einer so geografisch verstreuten Bevölkerung zu vertreten.



