Portugal war der Ansicht, dass der Einmarsch von Migranten in Ceuta keine "unmittelbare Bedrohung" für den Schengen-Raum darstellte. Der portugiesische Außenminister Paulo Rangel machte diese Aussage als Reaktion auf die Migrationssituation in der spanischen Stadt.
Die Erklärung von Rangel erfolgt im Kontext einer europäischen Bewertung der Sicherheit an den Schengen-Außengrenzen. Ceuta, eine spanische Exklave auf marokkanischem Staatsgebiet, war häufig Ziel von Versuchen der Migranten, dort einzureisen.
Der portugiesische Minister betonte, dass es sich zwar um eine Situation handle, die Aufmerksamkeit erfordere, jedoch keine Bedingungen vorgelegen hätten, die es gerechtfertigt hätten, den Vorfall als Bedrohung für das Funktionieren des europäischen Freizügigkeitsraums zu betrachten. Diese Position Portugals steht im Gegensatz zu Bedenken, die von anderen europäischen Ländern in ähnlichen Situationen geäußert wurden.
Das Management der externen Grenzen der Europäischen Union bleibt ein sensibles Thema, insbesondere an strategischen Eingangspunkten wie Ceuta und Melilla, wo der Migrationsdruck konstant ist.
