Hugo Soares, der Fraktionsvorsitzende der PSD, vertrat die Ansicht, dass der vom Chega eingebrachte Antrag deplatziert sei und das wahre Ziel von André Venturas Partei darin bestehe, sich in den Mittelpunkt der portugiesischen politischen Debatte zu stellen. Der sozialdemokratische Funktionär kritisierte die Strategie des Chega, den Antrag zur Erzielung medienwirksamer Aufmerksamkeit zu nutzen.
Nach Aussage von Hugo Soares beabsichtigt die rechtsextreme Partei, das Land dazu zu bringen, über Themen zu sprechen, die für die Portugiesen nicht wirklich von Bedeutung sind. Der Antrag wurde von der PSD als politische Manöver interpretiert, die der medienwirksamen Präsenz von André Ventura in den Fernsehkanälen dienen soll.
Der Chega, eine Partei, die in den Umfragen gewachsen ist und sich als relevante politische Kraft in Portugal etabliert hat, nutzt häufig kontroverse Anträge und Vorschläge, um die aktuelle Berichterstattung zu dominieren. Dies ist nicht das erste Mal, dass die PSD die Taktiken von Venturas Partei als rein medienwirksam kritisiert.
Die Spannungen zwischen PSD und Chega spiegeln das breitere politische Szenario in Portugal wider, wo die gemäßigte Rechte versucht, sich von der radikaleren Rechten abzugrenzen. Hugo Soares bekräftigt die Position der PSD, dass sich die Partei auf substanzielle Fragen konzentrieren sollte und nicht auf Provokationen, die lediglich dazu dienen, die politische Fernsehspektakel zu nähren.




