Die israelische Armee tötete sieben humanitäre Helfer der Organisation World Central Kitchen in Gaza, bei einer Operation, die im April 2024 stattfand. Die Opfer wurden zunächst von israelischen Streitkräften mit der Hamas in Verbindung gebracht, obwohl sie keine Kämpfer der Gruppe waren.
Eine spätere Untersuchung ergab, dass eine israelische militärische Praxis, die Kommandeuren einen Ermessensspielraum gibt, Ziele auf der Grundlage einer angeblichen Verbindung zu Kämpfern zu identifizieren, die Entscheidung zum Angriff beeinflusst haben dürfte. Diese Methode ermöglicht es, Personen als Ziele auf der Grundlage ihrer angeblichen Verbindung zu bewaffneten Gruppen zu identifizieren.
Die israelischen Behörden führten die Todesfälle auf eine Fehleinschätzung durch die militärischen Streitkräfte und auf Versäumnisse bei der Einhaltung der festgelegten Verfahren zurück. Die Untersuchung erkannte an, dass die humanitären Helfer zum Zeitpunkt des Angriffs keine Bedrohung darstellten.
Die World Central Kitchen ist eine internationale humanitäre Organisation, die während des Konflikts Nahrungsmittelhilfe im Gazastreifen leistete. Der Vorfall provozierte internationale Verurteilung und warf Fragen über die israelischen militärischen Verfahren hinsichtlich des Schutzes von Zivilisten und humanitären Helfern auf.




