Der Ministerrat hat die Strategie TERRA+ 2026–2030 genehmigt, die ein Gesamtinvestitionsvolumen von etwa 2,3 Milliarden Euro im Abfallsektor in Portugal vorsieht, wovon etwa 1,6 Milliarden auf öffentliche Investitionen entfallen. Die Strategie zielt darauf ab, das Schicksal der Siedlungsabfälle zu verändern, wobei Recycling, Wiederverwendung und verschiedene Formen der Verwertung gegenüber der Deponierung bevorzugt werden, einschließlich der Produktion von Biomethan.
Der Alentejo wird durch fünf Abfallbewirtschaftungssysteme abgedeckt, die in der Region tätig sind: AMBILITAL, AMCAL, GESAMB, RESIALENTEJO und VALNOR, die Dutzende von Gemeinden in den Distrikten Beja, Évora und Portalegre sowie an der Westalentejo-Küste umfassen. Bislang wurde keine territoriale Verteilung der Investitionen veröffentlicht, die es ermöglichen würde zu bestimmen, wie viel spezifisch im Alentejo investiert wird.
Die Notwendigkeit dieser Strategie wird durch die nationalen Daten belegt: Im Jahr 2024 wurden 54 % der in Portugal produzierten Siedlungsabfälle weiterhin auf Deponien abgelagert, weit über dem für 2035 festgelegten Ziel, wenn dieser Anteil auf 10 % reduziert werden soll. Die vom Staat definierten Prioritäten konzentrieren sich darauf, die Abfälle, die die Deponien erreichen, durch die Stärkung von Recycling, Wiederverwendung und Verwertung zu reduzieren, ohne auf den Bau neuer Deponieinfrastrukturen zu setzen.
Die Umsetzung der TERRA+ und die anschließende Definition der Investitionen werden es ermöglichen zu identifizieren, welche Projekte in den von den fünf Alentejo-Systemen versorgten Gebieten realisiert werden und wie sich dies auf die Abfallbehandlungs- und Verwertungskapazität in der Region auswirken wird.




