Der Forscher João Gabriel Caia von der Universität Évora nimmt an einer internationalen akademischen Debatte über Museen, Kulturerbe und koloniale Hinterlassenschaften teil. Caia ist Mitglied des Instituts für Zeitgenössische Geschichte und des IN2PAST und wird eine Arbeit vorstellen, die sich auf die ägyptische Sammlung des Nationalmuseums für Archäologie konzentriert und einen postkolonialen Ansatz für das transnationale Sammeln im Zusammenhang mit der portugiesischen Königsfamilie vorschlägt.
Caias Beitrag ist Teil der Sitzung mit dem Titel „Spaces, exhibitions and legacies of the colonial past", die analysiert, wie Museen, Ausstellungen und Sammlungen mit verschiedenen Dimensionen der kolonialen Geschichte zusammenhängen. Die Podiumsdiskussion wird von Afonso Dias Ramos geleitet, Forscher am Kunstgeschichtlichen Institut der NOVA FCSH und am IN2PAST, und vereint Forscher verschiedener europäischer Institutionen.
Die Arbeit schlägt eine Analyse der ägyptischen Sammlung des Nationalmuseums für Archäologie aus einer postkolonialen Perspektive vor, wobei das transnationale Sammeln der portugiesischen Königsfamilie im Fokus steht. Diese Forschung ist Teil von Caias Promotion in Geschichte und Philosophie der Wissenschaft mit Schwerpunkt Museologie an der Universität Évora, die mit einem Stipendium der FCT-DGPC durchgeführt wird.
Die Forschung befasst sich mit der Entwicklung der Ägyptologie und der ägyptischen Sammlungen in Portugal zwischen 1850 und 1930 und konzentriert sich auf die Dynamiken wissenschaftlicher Kultur im Zusammenhang mit dem Haus Braganza. Die Podiumsdiskussion umfasst auch Präsentationen von Andrea Brait zu Kuriositätenkabinetten, Anjalie Dalal-Clayton und Ananda Rutherford zu umstrittenem Kulturerbe im Vereinigten Königreich sowie Fernanda Quadros und Alice Nogueira Alves zu Narrativen der Geschichte der Sklaverei in portugiesischen Museen.




