Die AT&T, eines der größten Telekommunikationsunternehmen der Vereinigten Staaten, nutzte bisher KI-Modelle von Anthropic und OpenAI für die Kundenbetreuung, die Transkription von Anrufen und die Programmierung. Diese Modelle wurden nach Nutzung abgerechnet und galten als „geschlossen", das heißt, die Technologieunternehmen teilten den Quellcode dahinter nicht.
In diesem Jahr änderte das Unternehmen seine Strategie. Andy Markus, Chief Data and AI Officer bei AT&T, entschied sich angesichts der steigenden KI-Kosten für günstigere Alternativen. Die gefundene Lösung waren die „offenen" Modelle, die ohne Zahlung oder vorherige Genehmigung heruntergeladen und modifiziert werden können.
Das Ergebnis war eine signifikante Veränderung im KI-Einsatz des Unternehmens. Im Mai machten Open-Source-Modelle 20% der KI-Nutzung von AT&T aus. Seitdem ist dieser Anteil auf 40% gestiegen, und Markus erklärte in einem Interview, dass er in den kommenden Monaten 60% erreichen könnte.
Diese Verlagerung stellt ein Problem für Unternehmen wie OpenAI und Anthropic dar, die von der Vermarktung ihrer geschlossenen proprietären Modelle abhängen. Die zunehmende Einführung von Open-Source-Alternativen durch große Unternehmen deutet auf einen Wandel im KI-Markt hin, bei dem Unternehmen Kosten senken möchten, indem sie sich für Lösungen entscheiden, die keine wiederkehrenden Zahlungen erfordern.




