Frankreich hat die Mercator-Projektion auf seinen diplomatischen Karten aufgegeben, eine Entscheidung, die dazu führt, dass das Land in diesen kartografischen Darstellungen visuell kleiner erscheint. Die Veränderung erfolgt in einer Zeit, in der verschiedene Stimmen die in dieser Art von Projektionen vorhandenen geografischen Verzerrungen kritisiert haben.
Die Mercator-Projektion, die seit Jahrhunderten in der Navigation verwendet und in Schulen sowie offiziellen Dokumenten weit verbreitet ist, tendiert dazu, die Größe der in höheren Breitengraden gelegenen Gebiete wie Europa und Nordamerika zu übertreiben, während sie die Größe tropischer und äquatorialer Regionen wie Afrika minimiert.
Das französische Außenministerium hat sich dafür entschieden, Karten zu verwenden, die die tatsächliche Größe des afrikanischen Kontinents realistischer darstellen, der in der Mercator-Projektion im Vergleich zu seiner tatsächlichen Fläche erheblich verkleinerte Proportionen aufweist. Diese Entscheidung fügt sich in eine breitere Bewegung zur Reflexion über die in den westlichen kartografischen Darstellungen vorhandenen historischen Verzerrungen ein.
Die Änderung stellt eine symbolisch bedeutende Veränderung in der Art dar, wie sich die französische Diplomatie der Welt präsentiert, indem sie eine Projektion aufgibt, die Kritiker nicht nur für technisch irreführend, sondern auch für kulturell voreingenommen halten, in der Art und Weise, wie sie die Machtverhältnisse zwischen verschiedenen Regionen der Welt darstellt.




