Der Präsident Serbiens, Aleksandar Vucic, kündigte an, bei den für Oktober geplanten vorgezogenen Parlamentswahlen für das Amt des Ministerpräsidenten zu kandidieren. Vucic, der als Nationalist und Populist beschrieben wird, trat von seinem Amt als Ministerpräsident zurück und ebnete damit den Weg für diesen Positionswechsel.
Die Entscheidung folgt auf eine Reihe von Protesten gegen die Regierung, die seinen Rücktritt veranlasst haben. Vucic entschied sich, seine politische Führung vom Amt des Präsidenten Serbiens auf das des Ministerpräsidenten zu verlagern, und zwar durch den Prozess der vorgezogenen Wahlen.
Diese politische Manöver ermöglicht es Vucic, die Kontrolle über die Exekutivgewalt zu behalten, während die institutionelle Figur des Präsidenten auf ein anderes Mitglied seiner Partei, die SNS (Serbische Fortschrittspartei), übertragen wird. Der ausscheidende Präsident soll von der Partei nominiert werden, um Vucic in der Führung des Landes zu ersetzen.



