Die Sondergesandten der US-Regierung, Steve Witkoff und Jared Kushner, landeten am Samstag in Moskau zu einer diplomatischen Mission, die auf ein Friedensabkommen für die Ukraine abzielt. Die Delegation wurde vom russischen Präsidialgesandten Kirill Dmitrijew empfangen und soll auf höchster Ebene mit Wladimir Putin zusammentreffen. Am Sonntag reisen die Unterhändler nach Kiew, wo sie erstmals persönlich mit Präsident Wolodymyr Selenskyj zusammentreffen werden.
Präsident Donald Trump bestätigte die Mission öffentlich im Oval Office und versicherte, dass die Delegation einen Vorschlag zur Beendigung des Krieges vorlegt. Trump erklärte, acht internationale Konflikte beendet zu haben, und bedauerte, nicht den Friedensnobelpreis erhalten zu haben. Er erkannte jedoch erhebliche Hindernisse für den Dialog an, gab zu, eine einfachere Lösung erwartet zu haben, und betonte, dass Putin und Selenskyj sich zutiefst hassen.
Die Reise findet vor dem Hintergrund einer militärischen Eskalation statt, mit verstärkten Luftangriffen beider Seiten. Die US-Diplomatie setzte die Einrichtung einer operativen Pause während der Gespräche als Priorität, ein Anliegen, das Selenskyj auch durch einen Aufruf zu einer vorübergehenden Luftfeuerpause formalisierte. Die ukrainischen Streitkräfte haben russische Raffinerien und Energieinfrastruktur angegriffen, während Kiew einen Mangel an Abfanggeschossen für die Luftabwehr hat.
Das Haupthindernis für die Verhandlungen bleibt die Souveränität und die territoriale Kontrolle des Donbass im Osten der Ukraine, einer Region, die teilweise von russischen Truppen besetzt ist. Moskau fordert Souveränitätsgarantien für das Gebiet, eine Bedingung, die Kiew ablehnt. Diese Mission findet ein Jahr nach dem Trump-Putin-Gipfel in Alaska statt, der ohne nennenswerte Fortschritte endete. Die internationale Gemeinschaft wartet auf den Ausgang der Treffen, um die Machbarkeit des US-Vorschlags zu bewerten.




