Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) veröffentlichte einen technischen Bericht, der davor warnt, dass der Planet kurz davor steht, die im Pariser Abkommen festgelegte Erwärmungsgrenze von 1,5°C zu überschreiten. Das Phänomen, bekannt als Overshoot, bezieht sich auf den Zeitraum, in dem die durchschnittliche globale Temperatur diesen Wert in den kommenden Jahrzehnten überschreiten wird, bevor sie wieder zurückgehen kann.
Die Studie stellt die Wirksamkeit von Technologien zur künstlichen Entfernung von Kohlendioxid aus der Atmosphäre stark in Frage. Laut UNEP verfügen die industriellen Methoden, die versprechen, CO2 in geologischen Tiefen zu speichern, nicht über ausreichende Kapazitäten, um das kontinuierliche Wachstum des Erdölsektors auszugleichen, und ihr Potenzial wird sich in weniger als zwei Jahrhunderten erschöpfen.
Die Organisation vertritt die Ansicht, dass die CO2-Entfernung aus der Luft die Klimakrise nicht lösen wird, und äußert starke Skepsis gegenüber diesen Technologien. Der Bericht fordert eine realistischere und dringlichere Haltung zur Bewältigung der Klimakrise.
Angesichts dieses Szenarios betont das UNEP, dass der Schwerpunkt auf der raschen Reduzierung von Schadstoffemissionen liegen sollte, anstatt sich auf technologische Lösungen zu verlassen, die noch nicht nachgewiesen haben, dass sie das Problem signifikant umkehren können.




