Der serbische Ex-General Ratko Mladić, der vom Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit verurteilt wurde, wurde gestern in Belgrad ohne staatliche Ehren beigesetzt. Die Beerdigung war für Montag in der serbischen Hauptstadt geplant.
Tausende Menschen werden bei der Trauerzeremonie erwartet, die ohne die Anwesenheit von Amtsträgern und ohne militärische Ehren stattfindet. Die Organisation der Veranstaltung hat internationale Kritik hervorgerufen.
Die Europäische Union hat bereits ihre Position zu dieser Frage dargelegt. Brüssel erklärte, dass jede Verherrlichung von Mladić „mit den Werten unvereinbar ist, auf denen der Weg der EU beruht", und signalisierte, dass der Vorfall Auswirkungen auf die Beziehungen zwischen Serbien und dem europäischen Block haben könnte.




