Im Interview mit Advocatus analysiert Francisco Soares Machado, Partner bei Sérvulo & Associados, den aktuellen Stand des portugiesischen Finanzsektors und betrachtet ihn als sehr positiv, mit hohen Kapital- und Liquiditätsniveaus, historischen Gewinnen und geringen Wertberichtigungen. Der ehemalige Berater der EIB und stellvertretender Ministerialrat im Finanzministerium vertritt die Ansicht, dass die Leistung der Banken sowohl auf günstige konjunkturelle Faktoren als auch auf das Verdienst ihrer Managementteams zurückzuführen ist. Er identifiziert Herausforderungen wie die digitale Transformation, Betrug bei Zahlungen und die europäische Regulierung, ist jedoch der Meinung, dass das Bankwesen weiterhin das Kernstück des Systems bleiben wird. Er sieht Chancen für Investoren bei der Schließung von Bankpositionen und in Debt-Fonds, dem Management alternativer Assets und der Finanzierung von Projekten zur Energiewende, wobei er betont, dass Portugal in diesen Segmenten wettbewerbsfähige Bedingungen hat, obwohl der Fondsmarkt im Vergleich zu anderen europäischen Ländern noch klein ist.
Eco05.09.26, 17:28