FIFA-Präsident Gianni Infantino wird am Spiel zwischen Polen und Argentinien teilnehmen, das die U-20-Frauenweltmeisterschaft in Katowice um 10 Uhr (Brasilianische Zeit) eröffnet. Es wird sein erstes Erscheinen bei Wettbewerben sein, nachdem er wochenlang in eine Kontroverse mit der UEFA verwickelt war, die mit einem Boykott der Turniere der Organisation gedroht hatte. Die Information wurde von der französischen Zeitung L'Equipe unter Berufung auf einen Sprecher des Polnischen Fußballverbandes bestätigt.
Die U-20-Frauenweltmeisterschaft wäre das erste vom Boykott vorgeschlagene Turnier der UEFA gewesen, das ausgesetzt wurde. Die europäische Konföderation geriet mit Infantino in Konflikt, nachdem der Versuch des Amtsträgers gescheitert war, die FIFA und ihre Turniere für private Investoren zu öffnen, das sogenannte Projekt „Fifa Forward".
Die UEFA hatte mit einem Boykott der Turniere der Organisation als Reaktion auf das Projekt gedroht, das die Beteiligung privater Investoren an den wichtigsten von der FIFA organisierten Meisterschaften ermöglicht hätte. Die europäische Konföderation zog jedoch letztendlich zurück, nachdem eine Einigung erzielt worden war.
Die FIFA bestätigte der UEFA schriftlich, dass das Projekt „Fifa Forward" auf unwiderrufliche und endgültige Weise zurückgezogen wurde und unter keiner anderen Form, Struktur oder Bezeichnung wieder auftauchen wird. Mit der Aussetzung des Boykotts konnte Infantino seine Präsenz bei den Veranstaltungen der Organisation wieder aufnehmen.




