Santander, die Hauptstadt Kantabriens in Spanien, wird ab dem 8. September das Faro Santander beherbergen, ein neues Kulturzentrum, das von der Fundación Banco Santander betrieben wird. Daniel Vega, ehemaliger Direktor für Ausstellungen und Konservierung des Guggenheim Bilbao während 28 Jahren, wird für die Leitung dieses Projekts verantwortlich sein, dessen Ziel es ist, einen Kulturraum zu schaffen, der tief in Santander und der Region Kantabrien verwurzelt ist, aber zur Welt offen steht. Vega betont, dass der internationale Ehrgeiz lokal beginnen muss, um zunächst eine für die Menschen der Region relevante Kultureinrichtung zu werden, bevor man sich international positioniert.
Das Zentrum wird die Colección Banco Santander beherbergen, eine Sammlung, die über 160 Jahre aufgebaut wurde und nahezu fünf Jahrhunderte Kunst umfasst, von der Renaissance bis zur Gegenwart. Die Sammlung enthält Werke von Meistern wie Tizian, El Greco, Rubens, Velázquez und Goya, neben modernen und zeitgenössischen Künstlern wie Miró, Tàpies und Juan Muñoz. Das Eröffnungsprogramm umfasst die Ausstellung "Meisterwerke der Colección Banco Santander", kuratiert von María Dolores Jiménez-Blanco, die Künstler aus sehr unterschiedlichen Epochen in einen Dialog bringt.
Das Faro Santander wird außerdem weitere Eröffnungsausstellungen beherbergen, wie "Leonora Carrington: el surrealismo sintomático", in Zusammenarbeit mit dem Freud Museum London, und "México Moderno en la Colección Gelman Santander", mit rund hundert Werken von Künstlern wie Frida Kahlo und Diego Rivera. Die Leonora-Carrington-Ausstellung zeigt "Villa Pilar", ein Werk, das noch nie ausgestellt wurde, und verbindet ein Kapitel aus der Biografie der Künstlerin in Santander mit ihrer internationalen Laufbahn. Vega zeigt sich offen für zukünftige Zusammenarbeiten mit portugiesischen Institutionen und betrachtet Portugal als Teil des breiteren Kulturpanoramas.
Das Gebäude, ein Projekt des britischen Architekten David Chipperfield, Träger des Pritzker-Preises, verwandelt ein historisches Gebäude in einen offenen öffentlichen Raum, wobei der große zentrale Bogen eine Verbindung zwischen der Stadt und dem Meer schafft. Das Zentrum verfügt über etwa 3.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche, verteilt auf fünf Stockwerke, den Cubo, eine digitale Installation mit immersiver 360-Grad-Projektion, und erhielt die BREEAM Outstanding-Zertifizierung mit der höchsten jemals einem Museum oder Kulturzentrum verliehenen Punktzahl.




