Zwei Onkologen, die von der amerikanischen Zeitschrift Parade befragt wurden, warnten vor dem täglichen Konsum von Kaffeeweißern, die in den Vereinigten Staaten als „Coffee Creamers" bekannt sind. Die Onkologin Asma Dilawari, medizinische Direktorin bei Thyme Care und ehemalige medizinische Verantwortliche der FDA, sowie Jitesh Joshi, Onkologe und Hämatologe am Houston Methodist Clear Lake Hospitals, sagten, sie würden den regelmäßigen Konsum dieser Produkte nicht empfehlen, insbesondere in den stärker verarbeiteten nicht-milchhaltigen Varianten. Die Experten stellten jedoch klar, dass es keine starke direkte Evidenz dafür gibt, dass diese Sahneprodukte, Lebensmittelzusatzstoffe oder künstliche Süßungsmittel Krebs verursachen.
Die Besorgnis der Onkologen ist umfassender und hängt mit der kumulativen Wirkung einer Ernährung zusammen, die reich an hochverarbeiteten Produkten und zugesetztem Zucker ist. Die Internationale Agentur für Krebsforschung, eine Organisation der Weltgesundheitsorganisation, veröffentlichte 2023 die Ergebnisse einer Studie mit mehr als 266.000 Personen aus sieben europäischen Ländern, die einen Zusammenhang zwischen höherem Konsum von hochverarbeiteten Lebensmitteln und einem erhöhten Risiko für die gleichzeitige Entwicklung von Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes fand. Der zugesetzte Zucker im Kaffee kann auch zur Gewichtszunahme beitragen, und die Zentren für Seuchenkontrolle und -prävention der Vereinigten Staaten verweisen auf einen Zusammenhang zwischen Fettleibigkeit und 13 Krebsarten.
Die Experten betonten, dass sich die Warnung nicht gegen den Kaffee selbst richtet. Die IARC analysierte mehr als tausend Studien, bevor sie zu dem Schluss kam, dass es nicht genügend Evidenz gibt, um den Kaffeekonsum als krebserregend für den Menschen einzustufen – sie fand sogar niedrigere Risiken für bestimmte Tumore, wie Leber- und Endometriumkrebs, bei Konsumenten. Die Frage der Temperatur ist anders: Die IARC stufte den Konsum sehr heißer Getränke über
