Die Staatsanwaltschaft des Kosovo hat 35 ehemalige serbische Polizisten wegen des Massakers von Prekaz angeklagt, das 1998 während des Unabhängigkeitskrieges des Territoriums stattfand. Bei dem Angriff wurden etwa 60 Menschen getötet, darunter Frauen und Kinder.
Unter den Angeklagten befinden sich ehemalige Mitglieder der serbischen Polizeikräfte, die an der Operation gegen das Dorf Prekaz teilgenommen haben sollen, das als Hochburg der Kosovo-Befreiungsarmee galt. Das Massaker gilt als eine der blutigsten Episoden des Konflikts zwischen den serbischen Streitkräften und den kosovarischen Unabhängigkeitskämpfern.
Dieses Gerichtsverfahren findet im Rahmen der Bemühungen des Kosovo statt, die Verantwortlichen für während des Konflikts 1998-1999 begangene Kriegsverbrechen zur Rechenschaft zu ziehen. Die kosovarischen Behörden verfolgen zunehmend Fälle im Zusammenhang mit Menschenrechtsverletzungen während dieser Periode.



