Die portugiesische Regierung wird die Möglichkeit prüfen, eine Müllverbrennungsanlage im Algarve zu bauen, da die beiden Deponien der Region praktisch voll sind. Die Umweltministerin Maria da Graça Carvalho bestätigte, dass die energetische Verwertung von Abfällen eine der untersuchten Lösungen ist, wobei die Abfallproduktion im Algarve doppelt so hoch ist wie der nationale Durchschnitt.
Die Portugiesische Umweltagentur soll am 15. Oktober eine Studie einleiten, um die beste Technologie und den besten Standort für eine eventuelle Müllverbrennungsanlage im Algarve zu ermitteln. Die Ministerin betonte, dass die heutigen Energieverwertungsanlagen viel sauberer sind als in der Vergangenheit, und verwies auf das Beispiel einer ähnlichen Infrastruktur im Stadtzentrum von Kopenhagen, Dänemark.
Die Regierung hat im Ministerrat die Strategie Terra+ genehmigt, die darauf abzielt, die Menge der auf Deponien abgelagerten Abfälle zu reduzieren, und legt als nationales Ziel fest, diesen Prozentsatz bis 2035 auf 10% zu senken. Die Regierung lehnte den Bau neuer Deponien im Land als Teil dieser Strategie ausdrücklich ab.
Die Strategie Terra+ umfasst eine Gesamtinvestition von 2,3 Milliarden Euro, davon 1,6 Milliarden Euro an öffentlicher Finanzierung zwischen 2026 und 2030. Das Dokument sieht Maßnahmen zur Prävention, Verhaltensänderung, Abfalltrennung, Wiederverwendung, Recycling und verschiedene Behandlungs lösungen vor, einschließlich der Nutzung von Abfällen für die Produktion von Biomethan. Die Strategie wurde im April in erster Lesung genehmigt und war vor der endgültigen Genehmigung einer öffentlichen Diskussion unterzogen worden.




