Fast 700 Kinder leben in Frauenhäusern in Portugal, eine Zahl, die die der Frauen übersteigt, die in diesen Einrichtungen ebenfalls Zuflucht finden. Diese Realität wurde von der Präsidentin der Portugiesischen Vereinigung für Opferunterstützung (APAV), Maria José Almeida, während ihrer auslaufenden Amtszeit hervorgehoben.
Die APAV betreibt 17 Frauenhäuser im ganzen Land, mit Kapazität zur Aufnahme von Frauen und Kindern in Situationen häuslicher Gewalt. Die Organisation teilte außerdem mit, dass sie in ihren 34 Jahren des Bestehens mehr als 200.000 Menschen betreut hat und Opfer verschiedener Arten von Straftaten unterstützt hat.
Maria José Almeida warnte, dass Portugal zwar bedeutende Fortschritte beim Schutz von Opfern häuslicher Gewalt gemacht hat, jedoch noch viel zu tun bleibt. Die ausscheidende Präsidentin betonte, dass die staatliche Reaktion weiterhin verstärkt werden muss, um angemessenen Schutz für diejenigen zu gewährleisten, die Hilfe suchen.
Die Daten über die hohe Anzahl von Kindern in Frauenhäusern verdeutlichen die generationenübergreifenden Auswirkungen häuslicher Gewalt auf portugiesische Familien und betonen die Bedeutung öffentlicher Maßnahmen, die nicht nur direkte Opfer, sondern auch die Kinder ansprechen, die diese Situationen erleben.




