Die Erdölpreise stiegen in London um rund 8% und in New York um 9%, was den größten wöchentlichen Anstieg seit Juli darstellte. Die Brent-Futures schlossen die Woche mit einem Gewinn von 7,9%, bei über 96 Dollar pro Barrel, während das West Texas Intermediate eine Aufwertung von 9,69% verzeichnete, gehandelt bei 91,48 Dollar pro Barrel. Dies war der größte wöchentliche Anstieg seit dem 24. Juli.
Die erneuerte Angriffswelle im Nahen Osten stützt weiterhin die Notierungen, wobei die USA und der Iran keine Einigung erzielen konnten, um den nun siebten Monat andauernden Krieg zu beenden, was zu einer großen Störung der globalen Energieversorgung führt. Die durchschnittlichen Dieselpreise in den USA erreichten Rekordhochs, wobei die Eskalation der Spannungen zwischen den USA und dem Iran und die ukrainischen Angriffe auf russische Raffinerien die Versorgungsunterbrechungen noch verstärkten.
Angesichts der Aussicht auf einen starken Preisanstieg in der nächsten Woche beschloss die portugiesische Regierung, den Rabatt auf die Mineralölsteuer um rund drei Cent pro Liter zu erhöhen. Mit dieser Verstärkung soll Diesel um rund 12 Cent pro Liter auf etwa 2,12 Euro steigen, während 95-Oktan-Benzin nach einem Anstieg von neun Cent 2,1 Euro erreichen soll.
Die Befürchtungen einer Inflation aufgrund höherer Kraftstoffpreise nährten einen Anstieg der Staatsanleiherenditen weltweit, wobei die Investoren der Verschuldung entflohen. Wie der Chefökonom der Rystad Energy, Claudio Galimberti, gegenüber Reuters erklärte, seien alle Wirtschaftssektoren vom Diesel betroffen, was erkläre, warum die US-Treasury-Renditen so hoch seien, was die Erwartung widerspiegele, dass die Inflation weiter steigen werde.




