Die Umweltministerin Maria da Graça Carvalho hat einen Brief an die Entität für die Regulierung Energiedienstleistungen (ERSE) geschickt, in dem sie diese Regulierungsbehörde auffordert, ihre Kompetenzen im Kraftstoffsektor zu "vertiefen". Das Ziel ist, dass die ERSE die Befugnis erhalten soll, gegen Personen vorzugehen, die gegen die für diesen Markt geltende Gesetzgebung verstoßen.
In dem an die Regulierungsbehörde gesandten Brief vertrat die Ministerin die Notwendigkeit einer größeren Transparenz bei der Preisbildung von Kraftstoffen. Diese Forderung ergibt sich vor dem Hintergrund wachsender Bedenken hinsichtlich der Art und Weise, wie die Preise festgelegt und den Verbrauchern mitgeteilt werden.
Die Position der Aufsichtsbehörde deutet darauf hin, dass die ERSE künftig über "sanktionierende Befugnis" im Kraftstoffmarkt verfügen sollte, was eine bedeutende Erweiterung ihrer derzeitigen Aufgaben darstellen würde. Diese Änderung würde es der Regulierungsbehörde ermöglichen, Sanktionen gegen Betreiber zu verhängen, die die Regeln des Sektors nicht einhalten.
Die Initiative erfolgt in einer Zeit, in der die Regierung die Kontroll- und Regulierungsmechanismen des Energiemarktes verstärken möchte, mit dem Ziel, einen besseren Schutz der Verbraucher und mehr Fairness im Wettbewerb zwischen den verschiedenen Betreibern des Sektors zu gewährleisten.




