Die Bundesregierung erlebte eine Woche konzentrierter Bemühungen im Senat, die hinter den Erwartungen für ihre Wahlpläne zurückblieb. Die Hauptambition war die Verabschiedung des Vorschlags zur Reduzierung der Arbeitszeit von 6x1 auf 5x2, der als politischer Trumpf im Wahlkampf hätte eingesetzt werden sollen.
Die Regierungsstrategie bestand darin, die Opposition in eine heikle Lage zu bringen, in der Berechnung, dass eine Stimme gegen den Vorschlag unpopulär sein und zu Stimmenverlusten führen könnte. Die Erwartung war, dass die Senatoren gezwungen wären, die Verfassungsänderung zu genehmigen, und dabei das Ergebnis aus der Abgeordnetenkammer wiederholen würden.
In der Abgeordnetenkammer erhielt der Vorschlag überwältigende Unterstützung, mit 461 Ja-Stimmen bei nur 19 Gegenstimmen. Die Regierung erwartete ein ebenso überwältigendes Ergebnis im Senat.
Jedoch entsprach das Ergebnis im Senat nicht den Prognosen der Regierung, die letztendlich ihre Hauptziele nicht erreichte, obwohl sie nicht völlig mit leeren Händen dastand. Der vollständige Artikel war nur für Abonnenten verfügbar.




