Der Ministerrat Portugals hat am 4. September in Lissabon die Entscheidung gebilligt, die öffentliche künstliche Intelligenz Amália mit den Archiven der portugiesischen Medien zu trainieren. Die Ankündigung erfolgte durch den Minister für die Präsidentschaft, António Leitão Amaro, der den Beginn formeller Verhandlungen mit Unternehmen des Sektors bekannt gab, um das Projekt zu realisieren. Die finanzielle Ausstattung für diese neue Entwicklungsphase beträgt 1,8 Millionen Euro, die vollständig aus dem Aufbau- und Resilienzplan finanziert werden.
Das primäre Ziel dieser Kompetenzphase besteht darin, dem Modell die Fähigkeit zu verleihen, Text, Stimme und Bilder präzise zu lesen, zu hören und zu sehen. Die Regierung beabsichtigt, Vereinbarungen über die Überlassung von Daten und Archiven mit Zeitungsunternehmen abzuschließen, und betont, dass die Aufsichtsbehörde beispielhaft eine ethische und vertragliche Verbindung zwischen dem nationalen System der generativen Technologie und dem Mediensektor herstellen möchte, wobei das geistige Eigentum und der Wert der Informationsinhalte gewahrt bleiben sollen.
Neben den Verhandlungen mit der privaten und öffentlichen Presse wird das Training des Algorithmus vom dokumentarischen Bestand verschiedener staatlicher Einrichtungen profitieren, einschließlich der historischen Archive der Nationalbibliothek Portugals, der Portugiesischen Filmothek und verschiedener staatlich verwalteter Museen. Der Betrag dient der Finanzierung der Rechenleistung, der Datenkuratierung und der Computinfrastruktur, die für die Optimierung der Verarbeitung in europäischem Portugiesisch erforderlich sind.
Amália stellt das erste große offene Grundmodell dar, das in Portugal entwickelt wurde und im Juli 2026 nach der gemeinsamen Arbeit von mehr als 60 Forschenden aus nationalen Universitätskonsortien vorgestellt wurde. Das Tool wurde konzipiert, um als Assistent für Bürger und öffentliche Bedienstete zu fungieren, komplexe Rechtsvorschriften zusammenzufassen, das Ausfüllen von Formularen zu erläutern und bürokratische Prozesse zu beschleunigen, einschließlich der Unterstützung von Menschen mit besonderen Bedürfnissen bei der Kontaktaufnahme mit öffentlichen Diensten. Mit dieser Phase des journalistischen und kulturellen Trainings setzt die Regierung das Ziel, die digitale und sprachliche Souveränität gegenüber privaten multinationalen Plattformen zu festigen.




