Die Präsidentschaftskandidaten Romeu Zema (Novo), Augusto Cury (Avante), Ronaldo Caiado (PSD) und Renan Santos (Missão) kritisierten das Oberste Bundesgericht (STF) und Minister Alexandre de Moraes nach den Entwicklungen in der Untersuchung des Master-Falles. Die Kandidaten, die um die Stimmen der Rechten konkurrieren, nutzten die Krise, um das Gericht anzugreifen.
Der ehemalige Gouverneur von Minas Gerais, Romeu Zema, sprach sich nun dafür aus, dass das Handeln von Moraes zu seiner Verhaftung führen sollte. Der Kandidat befürwortete auch die Ausarbeitung einer neuen Verfassung als Teil seiner Vorschläge für das Land.
Ronaldo Caiado und Augusto Cury kritisierten die durch die Krise am STF verursachte Instabilität. Beide Präsidentschaftskandidaten zeigten sich besorgt über die Richtung des Gerichtshofs angesichts der Enthüllungen.
Ein Bericht der Bundespolizei, der durch eine Entscheidung von Minister André Mendonça öffentlich gemacht wurde, zeigte Hinweise darauf, dass Moraes die Vertragsminuta bearbeitet haben soll, die zwischen dem Büro seiner Frau, der Rechtsanwältin Viviane Barci de Moraes, und der Banco Master geschlossen wurde. Die Untersuchung enthüllte auch Screenshots von Gesprächen, in denen Vorcaro den Richter um Hilfe bat, um „Behörden zu sensibilisieren", sowie Anweisungen darüber, wie er vorgehen sollte.




