Die wichtigsten europäischen Börsen beendeten die Woche im negativen Bereich, beeinflusst durch die Erwartungen hinsichtlich der US-Geldpolitik, den Anstieg der Ölpreise und Inflationsbedenken. Der paneuropäische Index STOXX 600 fiel um etwa 0,2% und setzte damit die negative Tendenz der Woche fort. In Frankfurt schloss der DAX praktisch stabil, während der CAC 40 in Paris und der FTSE 100 in London ebenfalls mit leichten Verlusten schlossen.
Volkswagen stach positiv hervor mit einem Sprung von 6,6%, nachdem der Aufsichtsrat einen neuen Umstrukturierungsplan genehmigte, der einen Stellenabbau und eine Verringerung der industriellen Präsenz vorsieht. Die europäischen Investoren nahmen die Indikation gut auf, dass die US-Wirtschaft im August überraschend viele Arbeitsplätze geschaffen hat, was darauf hindeutet, dass der Arbeitsmarkt robuster und dynamischer ist als gedacht, und die Befürchtungen verstärkte, dass es schwieriger sein wird, die Inflation auf das von der Fed angestrebte Ziel von 2% pro Jahr zu senken.
Die Börse in Lissabon wich von der Tendenz einiger europäischer Partner ab und schloss mit einem leichten Rückgang. Der PSI fiel um 0,14% auf 9.388,77 Punkte, belastet von nur sechs seiner 16 notierten Werte, und verzeichnete damit den dritten Tag in Folge im negativen Bereich. Auf Wochensicht durchbrach der Index einen Zyklus von vier aufeinanderfolgenden Wochen mit Kursgewinnen und verzeichnete einen Verlust von etwa 0,5%.
Der portugiesische Index wurde vor allem durch die Entwicklung der Galp mitgerissen, die mit einem Rückgang von 2,29% auf 20,52 Euro die größten Verluste verzeichnete, belastet durch die weltweite Abwertung von Rohöl. Auch EDP Renováveis fiel um 0,45% auf 13,14 Euro und die BCP verzeichnete einen Rückgang von 0,09% auf 1,1485 Euro. In die entgegengesetzte Richtung halfen die Einzelhändler, den Fall abzufedern, wobei Jerónimo Martins um 1,22% auf 18,23 Euro stieg, Sonae um 0,50% auf 2,025 Euro vorrückte und EDP um 0,35% auf 4,649 Euro zulegte.




