Der Vatikan hat durch die Internationale Theologische Kommission eine klare Unterstützung des Vegetarismus in einem umfangreichen Dokument mit 148 Punkten zur globalen ökologischen Krise ausgesprochen, das von der Institution veröffentlicht wurde. Dieses Dokument wurde von der Kommission ausgearbeitet, einem einflussreichen Gremium von Experten, das das Dikasterium für die Glaubenslehre, das ehemalige Heilige Offizium, berät. Die Position wurde als direkte Unterstützung der vegetarischen Option inmitten einer Umweltkrise interpretiert.
Die theologische Argumentation stützt sich auf das Buch Genesis, wo laut dem Heiligen Stuhl "die Nahrung, die Gott den Menschen zur Verfügung stellt, die Kräuter und die Obstbäume sind". Der zweite Schöpfungsbericht wird ebenfalls zitiert, in dem nur die Bäume als Nahrungsquelle erwähnt werden. Auf der Grundlage dieser biblischen Abschnitte kam die Kommission zu dem Schluss, dass "die vegetarische Bewegung hier einen unbestreitbaren Anhaltspunkt findet".
Diese Unterstützung erfolgt im Kontext der zunehmenden Umweltkrise, die den Planeten betrifft und zu diesem unerwarteten Umdenken des Vatikans geführt hat. Die Position stellt eine theologische Interpretation dar, die die Reduzierung des Fleischkonsums als Mittel zur Minimierung der negativen Auswirkungen auf die Umwelt und der Aggressionen gegen das Leben auf dem Planeten begünstigt.




