Der Präsident des Obersten Bundesgerichts, Edson Fachin, entzog dem Zuständigkeitsbereich des Fake-News-Ermittlungsverfahrens den Antrag des Ministers Alexandre de Moraes zur Eröffnung eines Verfahrens gegen den ebenfalls am Obersten Gerichtshof tätigen Minister André Mendonça. Diese Entscheidung wurde getroffen, um die Verfahren getrennt zu halten und zu verhindern, dass sie gemeinsam in dem Ermittlungsverfahren behandelt werden, das bereits unter Morras' Verantwortung stand.
In derselben Entscheidung setzte Fachin eine Frist von fünf Tagen für eine Stellungnahme der Generalstaatsanwaltschaft und anschließend weitere fünf Tage für André Mendonça selbst. Damit werden sowohl Morras' Anschuldigungen gegen Mendonça als auch Mendonças Dokument, das Gespräche zwischen Moraes und Daniel Vorcaro, dem Master, anführt, in einer eigenständigen Petition geführt.
Die neue Petition wurde dem Präsidialamt des Gerichts zugeordnet, was bedeutet, dass Fachin selbst den Fortgang des Verfahrens bestimmt und entscheidet, wann und wie die Angelegenheiten zur Analyse durch die übrigen Richter des STF vorgelegt werden.
Laut Fachin dienen die getroffenen Maßnahmen ausschließlich der Aufklärung des Verfahrens, ohne eine Vorwegnahme einer Entscheidung über die Zulässigkeit oder die Ordnungsmäßigkeit des Verfahrens. Die Entscheidung zielt darauf ab, sicherzustellen, dass der Fall gemäß den gesetzlichen Vorschriften behandelt wird, ohne jede Art von Voraburteil.




