Die CONFAGRI hat die portugiesische Regierung gebeten, den 20-Cent-Unterschied beim Agrardieselpreis im Vergleich zu Spanien zu beseitigen oder erheblich zu reduzieren, und ist der Ansicht, dass diese Diskrepanz die heimischen Erzeuger in eine Wettbewerbsnachteil bringt. Der Verband vertritt die Auffassung, dass die Energie- und Treibstoffkosten ein entscheidendes Gewicht bei den Produktionskosten in der Land- und Agrarnahrungsmittelwirtschaft haben, und es sei unhaltbar, von den inländischen Landwirten zu verlangen, auf demselben Markt mit deutlich höheren Faktorproduktionskosten zu konkurrieren.
Die zweite Priorität der CONFAGRI betrifft die Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik. Der Verband warnt, dass der Vorschlag der Europäischen Kommission eine Kürzung der GAP-Finanzausstattung um etwa 17% vorsieht, was in einem Moment kommt, in dem die Landwirtschaft mehr Investitionen benötigen würde. Die Organisation schlägt vor, dass Portugal für die Beibehaltung der Finanzierung kämpft und dass zusätzlich mindestens 10% der Gesamtausstattung der nationalen und regionalen Partnerschaftspläne für nachhaltige Entwicklung und Investitionen in die Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Bioökonomie bestimmt werden.
Die dritte von der CONFAGRI geforderte Maßnahme ist die Verwaltungsvereinfachung. Der Verband weist darauf hin, dass Genehmigungsverfahren, Anträge auf öffentliche Fördermittel, Meldepflichten und zahlreiche Stellungnahmen die Kontextkosten erhöhen und Investitionen verzögern. Die Organisation schlägt die Schaffung eines wirksamen Vereinfachungsprogramms vor, mit weniger Verfahren, der Abschaffung redundanter Pflichten, einer besseren Koordinierung zwischen öffentlichen Stellen und klaren Fristen für Entscheidungen.
Die drei dem Ministerium vorgelegten Vorschläge verfolgen ein gemeinsames Ziel: sicherzustellen, dass die portugiesische Landwirtschaft die Bedingungen für Investitionen und Wettbewerb behält. Für die CONFAGRI sind Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Bioökonomie strategische Sektoren für die portugiesische Wirtschaft, die zur Schaffung von Wohlstand und Arbeitsplätzen, zur Erhaltung des Territoriums, zur Verringerung der externen Abhängigkeiten und zur Reaktionsfähigkeit des Landes angesichts zukünftiger Krisen beitragen.




