Die unabhängigen Stadträte in der Câmara Municipal do Funchal (CMF), Luís Filipe Santos und Jorge Afonso Freitas, veröffentlichten ein umfangreiches Kommuniqué, in dem sie tiefe Bedenken hinsichtlich der Autonomie der Gemeinde Funchal zum Ausdruck brachten. In dem Dokument betrachten die beiden Stadträte „die zunehmende Intervention der Regionalregierung in die städtebaulichen Entscheidungen" der Câmara Municipal do Funchal als „besorgniserregend".
Für die unabhängigen Stadträte stellt diese Situation „einen fortschreitenden Verlust der Autonomie der Câmara Municipal do Funchal im Bereich der Stadtplanung und der Raumordnung" dar. Diese Aussage spiegelt die Unzufriedenheit der beiden Gewählten mit dem wider, was sie als eine Übertragung von Zuständigkeiten und Entscheidungsbefugnissen auf die Regionalregierung wahrnehmen.
Das Kommuniqué erscheint in einem Kontext der Spannung zwischen der lokalen und der regionalen Macht in Madeira, wo Fragen im Zusammenhang mit Stadtplanung und Raumordnung Brennpunkte der Meinungsverschiedenheit zwischen den beiden Regierungsinstanzen waren. Die unabhängigen Stadträte sind der Ansicht, dass die Câmara Municipal ihre Autonomie in diesen Angelegenheiten wahren sollte, ohne externe Einmischungen, die ihre Entscheidungsfähigkeit über das unter ihrer Gerichtsbarkeit stehende Territorium verringern.




