Die Privatisierung der TAP wird voraussichtlich in eine Verhandlungsphase übergehen, die als "Best and Final Offer" (BAFO) bekannt ist, bei der die Regierung ein oder zwei der Interessenten einladen wird, eine verbesserte endgültige Version ihrer Angebote vorzulegen. Diese Modalität war bereits in den Verfahrensregeln vorgesehen, und laut Branchenquellen, die vom Jornal Económico kontaktiert wurden, besteht die Erwartung, dass die Regierung diese Phase nach Erhalt des Bewertungsberichts über die verbindlichen Angebote einleiten wird.
Branchenbewertungen schätzen den Gesamtwert der TAP auf zwischen 1,6 Milliarden und zwei Milliarden Euro, was bedeutet, dass der Anteil von 45% in Privatisierung etwa 800 Millionen bis eine Milliarde Euro beträgt. Die Konkurrenten Air France-KLM und Lufthansa haben bereits ihre "Due-Diligence"-Prozesse durchgeführt und die Konten der portugiesischen Fluggesellschaft eingehend untersucht.
Miguel Madeira, Forscher am IPPS-ISCTE, der den Prozess verfolgt und eine Dissertation über die Verstaatlichung von 2020 schreibt, ist der Ansicht, dass beide Angebote sehr ähnliche Werte haben werden, wobei die Unterschiede eher auf der Ebene des industriellen Plans und der vom Pflichtenheft geforderten Variablen liegen werden, wie die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Kapitalbindung im Land. Madeira zieht auch die Möglichkeit einer "Nicht-Entscheidung" in Betracht und weist darauf hin, dass die Regierung den Verkauf ablehnen kann, wenn kein Angebot als zulässig erachtet wird, wie es 2013 der Fall war.
Die vom Staat für die Privatisierung festgelegten Kriterien umfassen den "sofortigen Geldzufluss", die Qualität des industriellen und strategischen Plans, das Flottenwachstum, den Entwicklungsplan für den neuen Flughafen Lissabon, Investitionen in den Betrieb in Porto und den übrigen Flughäfen, nachhaltige Treibstoffe sowie Wartung und Ingenieurwesen. Eine anonyme Quelle считала, dass das Interesse an der TAP vor allem "wegen Brasiliens" besteht. Die Regierung von Luís Montenegro ließ auch die Möglichkeit einer zweiten Privatisierungsphase offen, die einem eigenständigen Verfahren unterliegen würde.




