Die Guarda Nacional Republicana hat eine landesweite Warnung vor einer neuen Betrugsmasche herausgegeben, die direkt in die Briefkästen der Portugiesen gelangt. Bei dem Schema werden betrügerische Briefe verwendet, die als offizielle Mitteilungen von Bankinstituten getarnt sind, zusammen mit physischen Karten, die den Namen des jeweiligen Opfers enthalten. Der Betrug basiert auf dem Konzept des Quishing, einer Variante des traditionellen Phishings, bei der E-Mail-Links durch physische QR-Codes ersetzt werden. In dem Schreiben behaupten die Betrüger, dass die aktuelle Karte des Kunden bald abläuft, und drängen den Empfänger, die Aktivierung der neuen Plastikkarte dringend vorzunehmen, unter der Androhung einer Kontosperrung.
Um den angeblichen Aktivierungsvorgang abzuschließen, wird der Nutzer aufgefordert, einen QR-Code mit dem Handy zu scannen. Diese Aktion leitet das Opfer auf eine gefälschte Webseite weiter, die das Bankportal nachahmt. Auf dieser Plattform werden Zugangsdaten zum Online-Banking, Passwörter, Kartennummern oder Bank-Authentifizierungscodes angefordert, was den Kriminellen ermöglicht, illegitime Überweisungen durchzuführen und Identitätsdiebstahl zu begehen.
Die Raffinesse der Präsentation, die die Verwendung des Logos der Finanz institution, eine formelle Sprache, die Personalisierung mit dem Namen des Empfängers und den Versand einer physischen Karte kombiniert, zielt darauf ab, den Glaubwürdigkeitsgrad der Nachricht zu erhöhen. Die Behörde betont, dass die ältere Bevölkerung aufgrund der historischen Tendenz, physische Postsendungen mit authentischen und sicheren Mitteilungen zu assoziieren, besonders anfällig für diese Bedrohung ist.
Beim Empfang dieser Art von Korrespondenz sollten die Bürger Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, insbesondere den QR-Code nicht scannen und den angegebenen Adressen nicht folgen, die in dem Brief angegebenen Telefonnummern nicht kontaktieren, die Echtheit der Mitteilung über die offiziellen Kanäle der Bank bestätigen und Karten ausschließlich an Multibanco-Geldautomaten oder über die offizielle App der Bank aktivieren. Falls das Opfer bereits Zugangsdaten eingegeben hat, sollte es umgehend das jeweilige Finanzinstitut kontaktieren, um die Zugangsdaten zu stornieren und die Karten zu sperren. Die Behörden empfehlen außerdem, das gesamte empfangene Material aufzubewahren und bei den Sicherheitsbehörden Anzeige zu erstatten.




