Die Nutzung von Künstlicher-Intelligenz-Tools als Ersatz für psychologische Betreuung stellt bereits ein „Volksgesundheitsproblem" dar, warnte Sofia Ramalho, Kammerpräsidentin der Ordem dos Psicólogos Portugueses. Laut Ramalho nimmt dieser Trend zu und gibt Anlass zu ernsthaften Bedenken hinsichtlich der Risiken, die er für die Bevölkerung birgt.
Die Kammerpräsidentin betonte, dass KI-Tools nicht in der Lage sind, die Arbeit eines Psychologen zu ersetzen, da sie weder Empathie noch klinisches Urteilsvermögen und die therapeutische Beziehung reproduzieren können, die für den Prozess der psychologischen Betreuung grundlegend sind. Der Einsatz dieser Technologien ohne professionelle Anleitung kann zu Fehldiagnosen und einer Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustands der Patienten führen.
Sofia Ramalho vertrat die Auffassung, dass in Portugal mehr Angebote im Bereich der psychischen Gesundheit geschaffen werden müssen, um auf technologische Lösungen zurückgreifen zu müssen, die spezialisierte Betreuung nicht ersetzen können. Die Warnung erfolgt in einer Zeit, in der die Nachfrage nach psychologischer Unterstützung im Land erheblich zugenommen hat.



