Der brasilianische Botschafter bei der Europäischen Union, Pedro Miguel da Costa e Silva, sagte gegenüber Euronews, dass "es keinen Bedarf gibt, brasilianisches Fleisch zu auditen", und wies damit die europäischen Bedenken hinsichtlich der sanitären Standards des Produkts zurück. Die Erklärung erfolgt, nachdem Brasília mit Vergeltungsmaßnahmen gegen das europäische Embargo für brasilianisches Fleisch gedroht hatte, das wegen der Verwendung von Antibiotika in der Produktion verhängt wurde.
Der Botschafter wies darauf hin, dass "alle Optionen offen sind" nach der Vergeltungsdrohung, und deutete damit an, dass Brasilien bereit ist, Handelsmaßnahmen gegen die Europäische Union zu ergreifen. Die brasilianische Position steht im Gegensatz zu den europäischen Forderungen nach einer strengeren Kontrolle der eingeführten landwirtschaftlichen Produkte.
Der Konflikt entsteht im Kontext breiterer Handelsspannungen zwischen Brasilien und der Europäischen Union, wobei die Frage der Antibiotika in der Rinderzucht zu einem bedeutenden Streitpunkt geworden ist. Die Europäische Union hat strengere Standards in Bezug auf die Verwendung veterinärmedizinischer Substanzen in Lebensmitteln tierischen Ursprungs eingeführt.




