Die rechtsaußen orientierte Partei Alternative für Deutschland (AfD) hat ein Programm mit Plänen für eine umfassende Bildungsreform im Bundesland Sachsen-Anhalt vorgestellt, das die Einrichtung segregierter Schulen für Flüchtlingskinder und Kinder mit Behinderungen vorsieht. Der Partei zufolge sei das sogenannte „Inklusionsexperiment gescheitert und müsse beendet werden", und diese Kinder sollten aus dem regulären Schulunterricht herausgenommen werden.
Sollte Ulrich Siegmund, der aussichtsreichste Kandidat der AfD mit bis zu 40 Prozent der Stimmen, die Regionalwahlen an diesem Sonntag gewinnen, wäre es das erste Mal seit 1945, dass Deutschland irgendwo von einer rechtsaußen orientierten Gruppe regiert würde. Die Partei beabsichtigt, die bekannten Förderschulen auszuweiten, um den Bedürfnissen von Kindern mit Behinderungen besser gerecht zu werden.
Flüchtlingskinder sollen nach Angaben der Partei ebenfalls gesondert beschult werden, „um die Botschaft zu verstärken, dass ihr Aufenthalt in Deutschland nur vorübergehend ist". Diese Maßnahme ist Teil eines breiteren Kontextes von Forderungen der AfD zur Begrenzung der Einwanderung in das Land.




